Stellt euch vor, in der Welt der traditionellen Banken zählt nur euer Aussehen und euer Kontostand – habt ihr Geld, leiht man euch welches; habt ihr keines, seid ihr raus. Im DeFi hingegen geht es rein um eure Sicherheiten: Habt ihr Krypto-Assets als Pfand, fließt das Geld, ohne Wenn und Aber. Als erfahrener Web3-Enthusiast, der schon unzählige Protokolle durchlebt hat, finde ich das erfrischend direkt – es democratisiert den Zugang zu Finanzen auf eine Weise, die traditionelle Institutionen in den Schatten stellt.

Traditional vs DeFi Lending

Klingt das nicht wie eine willkommene Befreiung? In Deutschland, wo bürokratische Hürden und strenge Kreditprüfungen zum Alltag gehören, fühlt sich das besonders befreiend an.

Der Einstieg in herkömmliche Kredite ist oft ein Albtraum: Zu niedriger Schufa-Score? Fehlende Einkommensnachweise? Pech gehabt, ab durch die Mitte. Weltweit haben rund 1,7 Milliarden Erwachsene nicht mal ein Bankkonto, geschweige denn eine Chance auf einen Kredit.

DeFi zertrümmert diese Barrieren mit einem Schlag. Mit euren Krypto-Assets als Kollateral könnt ihr jederzeit und überall Geld leihen – ohne Identitätsprüfung, ohne Vorstellungsgespräch, ohne langes Warten auf Genehmigungen.

Und das Beste: Eure ungenutzten Coins könnt ihr in Liquiditäts-Pools stecken und passiv Zinsen kassieren, während ihr entspannt daliegt.

Der Bereich der Kredite und Einlagen bleibt einer der TVL-stärksten Sektoren in DeFi. Im April 2021 belief sich das gesamte Volumen auf gerade mal 9,7 Milliarden Dollar; bis 2026 hat es sich um ein Vielfaches vermehrt, mit etablierten Protokollen, die Hunderte Milliarden einsperren.

Heute tauchen wir tief in zwei Pioniere ein: Compound und Aave. Lasst uns erkunden, wie On-Chain-Kredite wirklich funktionieren.

Warum DeFi-Kredite unschlagbar sind – Vorteile, die Banken nicht bieten können

DeFi Lending Advantages

  1. Kein Einstiegshürde: Jeder mit einer Wallet kann mitmachen, egal ob aus Berlin oder Mumbai – kein Pass, keine Sozialversicherung, keine Lohnbescheinigung nötig.
  2. Blitzschnelle Abwicklung: Pfand hinterlegt, Kredit erhalten – in Sekunden erledigt. Vergesst die Wochenlange Warterei bei Banken.
  3. Gewinn für beide Seiten: Kreditnehmer zahlen Zinsen, Einleger kassieren sie. Keine Bank als Mittelsmann, die den Löwenanteil abschöpft; alles läuft algorithmisch fair ab.
  4. Maximale Transparenz: Wie Zinsen berechnet werden, wo die Liquidationsgrenze liegt oder wie hoch der Kollateralfaktor ist – alles öffentlich auf der Blockchain, für jeden einsehbar.
  5. Leverage-Möglichkeiten: ETH als Pfand für USDC leihen, damit mehr ETH kaufen und den Zyklus wiederholen – Renditen boosten (aber auch Risiken explodieren).

Doch Freiheit birgt Gefahren: Ein Preissturz, und euer Pfand wird liquidiert – der Verlust kann schmerzhaft sein, bis hin zum Totalausfall.

Compound: Der Urvater der On-Chain-Geldmärkte – unkompliziert und robust

Compound lending mechanism

Compound gilt als Wegbereiter für DeFi-Kredite und eroberte 2020 die Szene im Sturm.

Im Kern handelt es sich um einen zentralen Pool:

  • Einleger deponieren Assets, um Zinsen zu verdienen.
  • Kreditnehmer hinterlegen Pfänder, um Coins auszuleihen.
  • Zinsen passen sich dynamisch an Angebot und Nachfrage an.

2021 unterstützte es neun Assets wie ZRX, BAT, COMP, DAI, ETH, USDC, USDT, UNI und WBTC.

Bis 2026 hat sich das Angebot erweitert, inklusive Cross-Chain-Integration auf Layer-2-Netzwerken wie Arbitrum oder Base.

Wie werden Zinsen festgelegt?

Rein algorithmisch: Hohe Nachfrage treibt die Raten hoch, geringe senkt sie. Bei DAI könnten Einleger 4-6 % APY erwarten, Kreditnehmer 7-10 % – abhängig vom Markt.

Was sind cTokens?

Deponiert DAI, und statt direkter Zinsen erhaltet ihr cDAI als Beleg.

cDAI repräsentiert eure Einlage plus aufgelaufene Zinsen.

Je länger es läuft, desto mehr DAI könnt ihr pro cDAI eintauschen.

Beispiel: 1000 DAI einlegen ergibt 1000 cDAI. Bei 10 % APY über ein Jahr werden daraus 1100 DAI.

Die Zinsen akkumulieren automatisch, kein manuelles Auszahlen nötig.

Kredit aufnehmen? Zuerst pfänden!

Jedes Asset hat einen Kollateralfaktor.

Bei 75 % für ETH bedeutet das: 1000 Euro ETH erlauben maximal 750 Euro Kredit in anderen Assets.

Fällt die Kollateralisierung unter die Schwelle (meist 110-130 %), erfolgt automatische Liquidation mit 8 % Strafe – euer Pfand wird verkauft, um Schulden zu tilgen.

Governance im Detail

COMP ist der Governance-Token.

Mit COMP im Portfolio stimmt ihr über Neuzugänge, Parameteranpassungen oder Zinsmodelle ab.

Proposals erfordern 1 % der Gesamtversorgung, doch die Community pulsiert vor Aktivität.

Zusammengefasst: Compound ist straightforward und vertrauenswürdig – ideal für Einsteiger, die Zinsen passiv sammeln wollen.

Aave: Die fortschrittliche Weiterentwicklung der Kredite – flexibler und mächtiger

Aave kam etwas später, dominiert aber mittlerweile den Sektor mit höchstem TVL und vielfältigen Features.

Schlüsselinnovationen:

  1. Flash Loans: Ohne Pfand riesige Summen leihen, solange alles in einer Transaktion zurückgezahlt wird.

    Perfekt für Arbitrage, Preisoptimierungen oder Liquidations-Bots. Nur 0,09 % Gebühr, aber atomar: Alles oder nichts.

  2. Zinsmodi: Wählt zwischen stabilen und variablen Raten.

    Stabil für langfristige Pläne ohne Schwankungen; variabel günstiger, aber marktabhängig.

  3. Kreditdelegation: Übertragt eure Limits an Dritte, wie Freunde oder Algos, für effiziente Nutzung.
  4. Vielfältige Pfänder: Mehr Assets als bei Compound, mit nuancierter Risikoeinstufung.
  5. aTokens: Ähnlich wie cTokens – Einlage ergibt aTokens mit automatischer Zinsansammlung.

Liquidationen sind milder: 5-10 % Strafe, mit Health Factor für Echtzeit-Überwachung.

Im Jahr 2026 bringt Aave V3 Multi-Chain-Support, isolierte Modi für riskante Assets und GHO als natives Stablecoin.

Kurzum: Für anspruchsvolle Kredite, Flash Loans oder Leverage ist Aave unschlagbar.

Das goldene Regelwerk beim Krediten: Den Health Factor im Blick behalten

Bei Compound wie Aave lauert das Haupt-Risiko in fallenden Pfandpreisen.

Health Factor = (Pfandwert × Faktor) / Kreditsumme.

Unter 1: Liquidation!

Beispiel: 1000 Euro ETH (80 % Faktor) für 600 Euro USDC.

Health Factor: 1000 × 0,8 / 600 = 1,33 (sicher).

Bei 30 % ETH-Sturz auf 700 Euro: 700 × 0,8 / 600 ≈ 0,93 – Liquidation mit Verlust und Strafe.

Tipps gegen Liquidation:

  • Nie ausreizen, 20-30 % Puffer lassen.
  • Preise tracken, Alerts einrichten.
  • Bei Rückgängen Pfand nachlegen oder teilweise tilgen.
  • Assets diversifizieren, nicht alles auf eine Karte.

Zum Abschluss ein paar Worte von mir

DeFi-Kredite entreißen die Finanzmacht den Banken und legen sie in eure Hände – mit Hebel und Chancen für alle.

Aber die Verantwortung liegt bei euch, inklusive der Risiken.

Compound für den soliden Einstieg und passives Einkommen.

Aave für die ambitionierten Spieler mit Power-Features.

Bereit, euer ETH zu pfänden und USDC für den nächsten Trade zu schnappen?

Oder fangt klein an, testet die Grenzen und steigt dann ein?

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